Steuervermeidung – Steuergestaltung, Steueroptimierung versus Steuerhinterziehung


Diese Domain Kaufen

Steuervermeidung

Unter dem Begriff Steuervermeidung versteht man die legale Nutzung von verschiedenen Möglichkeiten, mit denen die eigene Steuerlast reduziert werden kann. Steuervermeidung wird häufig auch als Steuergestaltung oder Steueroptimierung bezeichnet. Da die Möglichkeiten zur Steuerreduzierung legal sind, handelt es sich nicht um die Steuerhinterziehung, die geahndet wird.

 

Wie kann ich Steuervermeidung betreiben?

Grundsätzlich lässt sich die Steuervermeidung in zwei große Bereiche untergliedern:

  1. Steuervermeidung für Privatpersonen
  2. Steuervermeidung für Unternehmen

Privatpersonen haben hier eher wenige Möglichkeiten. Sie können nach einer Heirat das Ehegatten-Splitting nutzen oder sich für einen Wohnort nahe der Grenze im Ausland entscheiden, wo günstigere Steuersätze gelten. Kapitalerträge lassen sich zudem den Kindern zuordnen, die vergleichsweise hohe Freibeträge haben.

 

Steuervermeidung bei Unternehmen

Wesentlich umfangreicher sehen die Möglichkeiten zur Steuervermeidung bei Unternehmen aus. Vor allem international agierende Konzerne können hier profitieren. Die unternehmensinternen Leistungen und Produkte werden einfach so verrechnet, dass die Kosten dafür in Ländern mit hohen Steuern anfallen, die Gewinne aber in Ländern mit niedrigen Steuern angerechnet werden. So hat Apple von sich reden gemacht, indem man das gesamte Auslandsgeschäft über eine Firma in Irland laufen ließ. Auch Amazon und Google agieren mit Unternehmen in Irland, um die Steuerlast zu senken.

Eine weitere Möglichkeit sind Private-Equity-Gesellschaften. Sie sammeln Geld von Fonds und Privatanlegern ein und leihen sich zusätzliche Mittel von Banken. Damit sollen Unternehmensanteile an Firmen in aller Welt erworben werden. Für diese Käufe wird ein drittes Unternehmen gegründet, der Fonds selbst hat seinen Sitz aber in einer Steueroase, etwa auf den Cayman Islands. Die Dividenden, die vom Unternehmen ausgeschüttet werden, fließen ins Steuerparadies, die hohen Kosten für die Rückzahlung der Kredite laufen dagegen über die Zwischenfirma, so dass diese kaum Steuern zahlen muss.

Ebenfalls kann man eine Stiftung gründen. Ob Kunst, Tierzucht oder Sport – viele Bereiche können mit der Stiftung unterstützt werden. Bis zu einer Million Euro können in die Stiftung eingebracht werden. Dafür fallen weder Erbschafts-, noch Schenkungssteuer an. Zusätzlich lässt sich der Betrag als Sonderabgabe von der Steuer absetzen. Macht die Stiftung Gewinne, muss sie diese normalerweise in die Rücklagen überführen oder für den Stiftungszweck verwenden. Bis zu einem Drittel der Gewinne können aber auch für einen „angemessenen Unterhalt“ des Stifters und seiner nächsten Angehörigen entnommen werden.

Ebenfalls können mit den eigenen finanziellen Mitteln Firmen gegründet werden. Diese können auch nur den einzigen Zweck haben, das Geld zu verwalten. Nach dem Tod des Eigentümers kann die Firma nahezu steuerfrei vererbt werden.